Ketzerei und Schafe im IoT

Ich gebe es zu: ich hatte nicht vor jemals „just another“ Blog Artikel über IoT zu schreiben. Warum? Sind wir mal ehrlich: Ist IoT noch spannend, oder wurde der Begriff doch schon zu stark penetriert?

Dabei möchte ich nicht erläutern, seit welchem Zeitalter Medien und Marketingagenturen die aktuellen Hype Begriffe strapazieren. Aus persönlichem Interesse ist die erstgenannte Frage doch entscheidend: Ist IoT (noch) spannend? Kurz vorweg: JA! Mehr denn je…

Begriffsklärung
IoT – oder ausgesprochen: Internet of Things. Das Netzwerk der Dinge also. Anders gesagt sollen „Dinge“ mit anderen „Dingen“ vernetzt werden. Das Ziel: Informations- bzw. Datenaustausch zwischen Dingen. Ich denke, damit kann jeder mehr oder weniger etwas anfangen.

Eine andere Definition von IoT könnte heutzutage aber auch folgende sein:
Informationen oder Technik?“
Eine durchaus ketzerische Frage, die aber bei genauerer Betrachtung ihre Wahrheit findet. Nachstehend in diesem Blog Artikel möchte ich darauf nochmals näher eingehen.

Geschichtliches
1988 nannte Mark Weiser im Rahmen einer wissenschaftlichen Präsentation den Begriff: „ubiquitious computing“. Dabei ging er von einer Theorie des allgegenwärtigen Computers aus.
1999 verwendete Kevin Ashton erstmals den Begriff „Internet of Things“ für den Bereich der Sensoren Technologie.

Ich persönlich erinnere mich noch an die ersten Aussagen bezüglich eines automatisch einkaufenden Kühlschranks. Bei der Geschichte weiß der Kühlschrank was sein SOLL-Füllstand ist, und kauft bei fehlenden Gütern selbstständig über das Internet nach.

Und wo stehen wir heute? Am Anfang des IoT Zeitalters. Die Technik hat mittels API’s und „embedded intelligence“ viele neue Möglichkeiten dazu gewonnen. IoT wird bereits praktiziert: In der Heimautomation, bei modernen Autos (ganz vorne ist dabei das autonome Fahren) oder auch in der Industrie um bestehende Prozesse zu vereinfachen, beschleunigen oder manchmal ganz durch „Dinge“ abzulösen.

Einen guten Überblick gibt dieses kurze 3 Minuten Video: Internet der Dinge – in 3 Minuten

IoT für Sie
Die spannendste Frage aber bleibt: Wo bleiben Sie bei all der IoT? Auch hier, ist die Antwort erschreckend einfach: Ganz vorne!

Denn wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass wir die Digitalisierung nicht einfach ignorieren können. Durch diese erhalten wir Werkzeuge, Methoden und Techniken, die uns bisher gar nicht zur Verfügung standen. Die Kunst liegt also darin, neue Wege mit Hilfe der neuen Möglichkeiten zu beschreiten. Werden diese Instrumente nicht als Chance gesehen, werden wichtige Ressourcen wie Zeit und Geld verschwendet.

Also, wie kann man sein persönliches Business mittels Digitalisierung optimieren?

Wenn es also im IoT um nahezu „grenzenlos“ vernetzte Systeme bzw. Geräte geht, kann dies sogar von hohem Nutzen sein. Durch diese Möglichkeiten entstanden ganz neue Abrechnungsmodelle, Servicelevel oder Funktionen, wie z.B. ein Live-Stau-Melder System in verschiedenen Navigationssystemen oder auch innerhalb Google’s Maps-App.
Ein anderes Beispiel ist der effektivere Einsatz von Sensoren, welche dann zielgerichtet ausgewertet werden können. Vielleicht können Sie Ihr Kerngeschäft nicht immer optimieren, dies allerdings in einem Randbereich wie der Logistik, der Abrechnung oder der Bereitstellung realisieren.
Manchmal hilft es auch, einen Blick von außen in seine Überlegungen einzubinden. Denn erfahrungsgemäß sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Falls Sie das 3 Minuten Video aus dem Text weiter vorne gesehen haben, stellen Sie sich die Frage: Warum wäre es gut, wenn meine Waschmaschine mit mir sprechen könnte?

Ich möchte nicht behaupten, dass alle Geräte im IoT immer „Gut“ sind. Nein, es gibt auch zahlreiche schwarze Schafe, welche nur daran interessiert sind Daten auszuspionieren. Und weil der Vergleich gerade passt: es gibt auch „dumme“ Schafe im IoT. Dieser Kategorie sollte man mit ein wenig Hirnschmalz jedoch gut zuvor kommen. Dabei geht es um Gerätschaften, welche von außen einfach anzusteuern sind, dabei jedoch Daten preisgeben oder Funktionen aktivieren, was so nicht gewollt ist. Ein einfaches Beispiel wäre hierfür das Fremdstarten eines PKW mit „Keyless Entry“ Funktion. Gut ja, einmal geklaut können wir dank der Navi Sensoren den Wagen auch wiederfinden. Ich halte eine unfreiwillige Beteiligung an einem Car-Sharing Verbund jedoch für einen zweifelhaften, wenn gleich auch illegal sozialen Aspekt.

Kommen wir auf die Frage zurück: Information oder Technik?
Klar, auch beides… Informationen durch Technik. Und dies kann in unserer heutigen Zeit sehr schnell genutzt werden.
Wie für Ihr Business, erklären wir Ihnen gerne mit dem bewussten Blick von Außen.
Ein kleiner Schritt in die Digitalisierung, mit einer großen Auswirkung auf Ihre Produktivität.

Stephan Simon

Stephan Simon begann seine IT-Vertriebslaufbahn vor über 15 Jahren, u.a. bei NetApp Deutschland. Im November 2010 stieß als erster Account Manager zur teamix. Heute verantwortet er als Teamleiter das lokale Vertriebsteam und entwickelt gemeinsam mit dem GoToMarket Team neue Ideen & Strategien für die teamix Kunden.

 
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