Mit unseren Schulungen zum Linux-Superheld

This entry is part 1 of 3 in the series Unsere Linux-Schulungen

Nun halte ich seit 10 Jahren Schulungen und unseren Blog gibt es schon seit über 2 Jahren – allerdings habe ich bislang keinen Artikel zu unseren Linux-Schulungen geschrieben. Nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber!“ starte ich deshalb eine neue Serie zum Thema.

Den Auftakt macht dieser Artikel mit einer Einführung, welche Linux-Schulungen wir anbieten und was diese auszeichnet. Dabei gehe ich auf unsere Partner / beteiligten Schulungszentren ein und erläutere unseren Kursansatz. In weiteren Artikeln geht es um Neuerungen in unseren Kursen, sowie um einen ganz neuen Kurs, den ich derzeit entwickele. Doch dazu ein andermal mehr.

Tux in einer Schulung

Tux in einer Schulung, Pinguin Copyright by Larry Ewing und Simon Budig

Welche Linux-Schulungen bieten wir an?

 

Wir bieten zur Zeit in Nürnberg bei der qSkills GmbH & Co KG die folgenden Linux-Schulungen an:

Eine Folie aus dem Linux Basics-Kurs

Eine Folie aus dem Linux Basics-Kurs

Der Grundlagenkurs mit Themen wie dem Arbeiten mit der Befehlszeile, Benutzer und Rechte, Dateisysteme, Bootloader, Paketverwaltung und Netzwerk. Der Kurs heißt Linux/UNIX Basics, da Vieles auch für andere Unixe relevant ist.

Der logisch darauf folgende Kurs für Fortgeschrittene. Protokollierungsdienste, zeitgesteuerte Jobs, Shell-Programmierung, fortgeschrittene Diensteverwaltung, SoftRAID, LVM, erweiterte BTRFS-Funktionen wie Subvolumes und RAID, Netzwerk-Konfiguration und -Diagnose, sowie ein Einblick in Netzwerk-Dienste wie NFS, Samba, DNS, Mail und mehr sind derzeit Bestandteil des Kurses.

Eine Folie aus dem Performance-Kurs

Eine Folie aus dem Performance-Kurs

Dieser Kurs ist für fortgeschrittene Linux-Admins. Es geht darum im Betrieb Performance-Probleme zu erkennen und einzuordnen. Dazu sind das Verständnis, wie die diversen Linux-Subsysteme, wie Prozess-Scheduler, Hauptspeicher-Verwaltung, Massenspeicher-Ansteuerung und Dateisysteme funktionieren, kombiniert mit den passenden Werkzeugen für Diagnose wesentliche Kursinhalte. Informationen zum Benchmarking, zum methodischen Vorgehen und zu gängigen Linux-eigenen oder nahen Diensten runden den Kurs ab. Diesen Workshop bieten wir in Zusammenarbeit mit der Heinlein Akademie auch in Berlin an (Link zur Schulung).

 

 

 

Dies sind unsere reinen Linux-Kurse. Darüber hinaus bieten wir Kurse zum Thema Monitoring – namentlich Nagios / Icinga Network Monitoring und Nagios / Icinga Advanced Solutions – an. Im letzten Jahr kam indes der Kurs Elasticsearch, Logstash, Kibana Logfile-Analyse mit Opensource Tools dazu (Artikel im teamix Blog).

 

Unser Schulungsansatz

 

Was macht unsere Linux-Schulungen besonders? Für Grundlagen-Kurse gibt es viele Anbieter. Warum also ausgerechnet zu unseren Kursen gehen?

 

  • Linux vom Prinzip her verstehen

Debian Logo, GPL 3 oder CC-BY-SA 3.0Alle unsere Linux-Schulungen sind distributions-übergreifend ausgelegt. Das hat zwei Gründe: Wer ein Linux-System wirklich von seinem Aufbau und seiner Funktionsweise versteht, der findet sich auch auf jeder Distribution zurecht. Andererseits sind in vielen Firmen (wie die Erfahrung zeigt) Linux-Distributionen verschiedener Anbieter im Einsatz. Sei es aus historischen Gründen, sei es, weil eine bestimmte Anwendung nur für eine bestimmte Distribution zertifiziert ist. Wenn sich jemand nur in einer Distribution auskennt, anstatt Linux wirklich vom Prinzip her zu verstehen, dann kann es schnell passieren, dass er an einem speziellen System an seine Grenzen stößt. Dazu passend arbeiten die Teilnehmer in den Kursen im Wesentlichen auf der Befehlszeile. Oberflächen sind für ihren Zweck praktisch und es spricht oft auch nichts dagegen, sie einzusetzen. Wenn ich jedoch nur Oberflächen einsetze, wie verstehe ich dann, wo diese Oberflächen im System hinfassen, wenn ich diese oder jene Option anwähle? Darüber hinausgehend besteht immer die Möglichkeit, das Wissen in distributions-spezifischen Kursen weiter zu vertiefen.

  • Lernen, wie ich mich zurechtfinde

Dementsprechend geht es uns darum, zu vermitteln, wie ich mich als Admin auf einem Linux-System zurechtfinde. Statisches Wissen ist praktisch, um Aufgaben aus der Praxis schnell erledigen zu können. Nur wer gelernt hat, wo er nachschauen kann, wenn sein statisches Wissen nicht ausreicht, kommt jedoch auch mit ungewohnten Situationen zurecht. Das ist wichtig für die Praxis, die sich oft nicht an Lehrbücher hält. Ein Beispiel verdeutlicht diesen Ansatz: So vermitteln wir die gängigen Optionen für gängige Befehle. Gleichzeitig aber lernt der Teilnehmer jedoch auch, wo er nachschauen kann, wenn eine Option oder ein Befehl nicht bekannt ist.

  • Es gibt keine Fehler, es gibt nur Feedback

Von diesem Grundverständnis ausgehend ist es speziell auch Teil des Kurserlebnisses, „Fehler“ zu machen. Was passiert, wenn ich diese Befehlszeile einfach so absetze? Die Schulungsumgebung bietet eine gefahrlose Möglichkeit, Dinge auszuprobieren. Denn in Wahrheit gibt es keine Fehler, es gibt nur Feedback. Feedback, aus dem ich idealerweise schnell lerne, wie ich das beabsichtigte Ergebnis erreiche. So stellen wir uns in den Kursen immer wieder die Frage „Was passiert, wenn ich xyz mache?“ oder „Geht das denn überhaupt?“ und probieren es aus. Fragen, die sich auch der Dozent immer wieder stellt, da es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Diese Grundhaltung des Lernens ist Basis für unsere Kurse.

  • Erfahrungen aus der Praxis

Bei allen Kursen sind Praxis-Erfahrungen essentiell. Man kann eine Performance-Messung oder Beobachtung im Trockenen durchzuführen. Besser ist es, dafür echte Hardware zur Verfügung zu haben, um verschiedene Szenarios miteinander vergleichen zu können. Wie verhält sich dieser Workload in einer VM, wie auf einem physikalischen Server? Deswegen bieten unsere Kurse viele praktische Aufgaben unter möglichst praxisnahen Bedingungen.

  • Blick über den Tellerrand

Wir vermitteln in unseren Kurse immer auch einen Blick über den Tellerrand. Welche Alternativen gibt es zu diesem oder jenem Vorgehen? Welches Werkzeug ist im Standardumfang vieler Distributionen enthalten, was gibt es darüber hinaus noch an Alternativen? Dabei geht es nicht um die Vielfalt um der Vielfalt willen, sondern um den konkreten Nutzen für die Praxis. So dürfen sich zum Beispiel Besucher des Performance-Kurses über mehr als 10 verschiedene, vorausgewählte Top-Varianten für allgemeine und spezielle Bereiche des Systems freuen (Allgemein und speziell).

  • Zusammenarbeit mit Schulungszentren

Nicht zuletzt setzen wir bei unseren Kursen voll auf die Zusammenarbeit mit unseren Schulungszentren. Raus aus dem Alltagsjob, rein in eine angenehm gestaltete Lernumgebung. Laut unserer Erfahrung ist dies in den meisten Fällen zielführender als eine In-House-Schulung, wo es leichter ist, Schulungsteilnehmer aus der Schulung heraus zu rufen. Unsere Schulungszentren stellen die passende Infrastruktur für die Schulungen bereit. So schnüren wir ein Rundum-Sorglos-Paket, um sich für eine Woche voll aufs Lernen zu konzentrieren.

 

Wo bieten wir unsere Linux-Schulungen an?

 

qSkills-LogoUnser Partner für alle Schulungen ist die qSkills GmbH & Co. KG. Mit dem Schulungszentrum im Südwestpark in Nürnberg, nur 5 Minuten von unserem eigenen Hauptstandort entfernt, stellt uns qSkills eine Schulungsumgebung zur Verfügung, die keine Wünsche offen lässt. Die Schulungsräume haben 11 bis 13 Arbeitsplätze mit Workstations, auf denen während unserer Linux-Kurse Debian GNU/Linux läuft. Es stehen aber, gemäß unseres distributions-übergreifenden Ansatzes, auch CentOS 7 sowie SLES 11 SP 3 und SLES 12 als VMs bereit. Für den Performance-Kurs stehen zudem Fujitsu Server bereit. Darüberhinaus ist möglich, NetApp-Storage sowohl als LUN als auch als NFS anzufordern. Auch das Programm drumherum kann sich sehen oder schmecken lassen. Beim Buffet im Südwestparkhotel ist für jeden etwas dabei und der Teilnehmer-Abend im Lederer Bräu bietet die Gelegenheit, sich untereinander auch informell besser kennen zu lernen. Wir empfehlen, Hotel-Übernachtungen über qSkills in einem der Partner-Hotels mitbuchen zu lassen.

Ein Schulungsraum bei qSkills

Ein Schulungsraum bei qSkills

 

Logo der Heinlein AkademieWer für den Linux Performance Analyse & Tuning Kurs das Flair von Berlin-Prenzlauer Berg genießen möchte: Zweimal im Jahr bieten wir diesen Kurs bei der Heinlein Akademie an. Das Schulungszentrum der Heinlein Support GmbH hat sich auf Schulungen rund um den professionellen und sicheren Einsatz von Linux in der IT-Landschaft spezialisiert. Unter dem Motto „Von Profis für Profis“ unterrichten hier ausschließlich praxiserfahrene Spezialisten. Die Kurse werden mit maximal 10 Teilnehmern in den angenehm eingerichteten Schulungsräumen durchgeführt. Ein Partnerhotel befindet sich 100 Meter entfernt. Als optionales Rahmenprogramm gibt es an einem Abend eine Überraschung aus dem reichen kulturellen Angebot Berlins und das Mittagessen nehmen wir in frei wählbaren Restaurants der näheren Umgebung zu uns.

Schulungsraum der Heinlein Akademie

Schulungsraum der Heinlein Akademie

Sie kennen uns noch nicht?

Gerne beantworten wir weitere Fragen zu unseren Schulungen und beraten auch, welche Schulungen für Sie am ehesten geeignet sind. Sie finden ihr Wunsch-Thema nicht? Bei entsprechender Teilnehmerzahl halten wir auch einen Workshop zu einem Thema Ihrer Wahl.

Lassen Sie uns über Ihren Schulungsbedarf reden. Wir helfen gerne.

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Martin Steigerwald

Martin Steigerwald beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit Linux. Er ist langjähriger Autor von Artikeln für verschiedene Computer-Magazine wie die LinuxUser (linuxuser.de) und das Linux-Magazin (linux-magazin.de). Seit Herbst 2004 ist er als Consultant für solide Server-Infrastruktur auf Linux-Basis und als Trainer für Linux-Themen bei der teamix GmbH (teamix.de) in Nürnberg tätig.

 
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