Citrix NetScaler 11 veröffentlicht

Der Citrix NetScaler wird von Citrix als Application Delivery Controller bezeichnet und ist Citrix Allzweckwaffe in Sachen Security und Networking. Veröffentlichung von Webseiten, Loadbalancing, SSL Offloading, GSLB, zentrale Stelle für Authentifizierung und Single-Sign-On, Web Application Firewall, IPSec, Clientless und SSLVPN, Compression, Caching und TCP/HTTP Optimierungen sind nur einige der Features, die der NetScaler mit sich bringt. Für XenApp und XenDesktop Umgebungen ist der Citrix NetScaler essentieller Bestandteil, wenn Desktops oder Apps via WAN zur Verfügung gestellt werden sollen.

Seit dem 30.06.2015 ist die neue Firmware 11.0, Build 55.20.nc für den Citrix NetScaler verfügbar. Da mit diesem Release sehr viele neue Features und Änderungen eingeführt wurden, handelt es sich nicht um ein Update sondern einen Major Release. Administrativ fühlt sich das Release aber gleich zum letzten Release an und auch das Update ist als unkritisch anzusehen.

Die wohl größte Neuerung ist das neue „Unified Gateway“. Citrix hat hier nicht nur einen neuen Namen eingeführt, sondern dem Gateway auch jede Menge spannender Features hinzugefügt. Das Unified Gateway dient nun als Zugriffspunkt für alle Applikationen unter einer einzigen URL bzw. IP-Adresse. Bisher mussten für die Features Loadbalancing bzw. Content Switching und NetScaler Gateway zwei verschiedene IP-Adressen bzw. Ports verwendet werden.

NetScaler Unified Gateway

Durch dieses neue Feature lassen sich IP-Adressen deutlich einsparen. So kann nun durch das Content Switching vor dem Unified Gateway etwa ActiveSync Traffic und die Gateway Funktionalität auf einem vServer konfiguriert werden. Weiterhin ist es auch möglich durch das Content Switching anhand von Policies auf Unified Gateway vServer je nach Request zu verteilen. Dies macht insbesondere mit dem folgenden Feature Sinn.

Ein lang ersehntes Feature ist die Thematik Customization bzw. Corporate Identity der NetScaler Portal Seite. Dies war zwar auch schon in der Vergangenheit möglich, jedoch ausschließlich mit manuellen Änderungen an den CSS und HTML-Dateien. Der NetScaler bietet nun die Möglichkeit eigene Themes zu erstellen und diese komplett via GUI zu konfigurieren. Per vServer bzw. per Unified Gateway kann ein Theme konfiguriert werden.

NetScaler Theme Customizing

Als Basis zur Anpassung kann entweder das klassische Default-Theme, oder das von StoreFront bekannte GreenBubble Theme verwendet werden. Sofern das GreenBubble Theme verwendet wird, ist nun auch der Portal-Modus im GreenBubble Design. Dadurch entsteht der Eindruck, dass nun wirklich alles „aus einer Hand“ ist. Zusammen mit dem Content Switching kann man so sein Portal z.B. je nach aufgerufener FQDN mit einem anderen Theme ausstatten.

Mit den ebenfalls neuen VPN Clients für Apple iOS, Android und Linux (dem sog. Citrix VPN) und der Unterstützung für RDP Terminal Services (Bereitstellung eines *.rdp-Session Files mit Single-Sign-On) ergibt das Unified eine komplett Runde Lösung für alle Anwendungsfälle.

Weitere neue Features im NetScaler sind die Unterstützung von TLS 1.1 und 1.2 über die komplette Produktlinie (MPX, VPX), der komplette Wegfall von Java innerhalb der Admin GUI und das Konfigurieren von ICA Policies für XenApp/XenDesktop auf dem NetScaler (unterbinden der Zwischenablage usw.).

Alle weiteren Informationen und Features können Sie den Release Notes entnehmen:

http://docs.citrix.com/en-us/netscaler/11.html
http://docs.citrix.com/en-us/netscaler-gateway/11.html

Sollten Sie Unterstützung zum Thema Citrix NetScaler benötigen, stehen Ihnen unsere Citrix Consultants gerne zur Verfügung.

Simon Lauger

Simon Lauger ist seit Juli 2014 für die Firma teamix GmbH tätig. Er betreut bei uns die Themen Citrix und OpenSource. Im Bereich Citrix ist er Ansprechpartner für alle Lösungen mit dem Produkt Citrix NetScaler. Im OpenSource Bereich kümmert er sich um die Automatisierung von Umgebungen mittels Puppet. Vor seiner Zeit bei teamix war Simon bereits für einen großen Nürnberger Hoster tätig und kennt daher die Anforderungen von kritischen und hochverfügbaren IT-Projekten.

 
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