OnCommand | Part 2: Unified Manager for clustered Data ONTAP

This entry is part 2 of 2 in the series OnCommand Management Suite

Nachdem der Artikel OnCommand Balance den Anfang machte, folgt heute Teil zwei der Blogserie zu OnCommand zum Thema Unified Manager. Der OnCommand Unified Manager ist ein zentrales Monitoring- und Alerting-Tool der OnCommand-Suite von NetApp, das in der aktuellen Version 6.x für die Überwachung von NetApp-Umgebungen mit clustered Data ONTAP vorgesehen ist. Das Beste gleich zu Beginn: es kann von jedem NetApp Kunden mit gültigem Support-Vertrag ohne Lizenzkosten genutzt werden! Der Download ist wie üblich über das NetApp Support Portal möglich.

Die Installation des OnCommand Unified Manager ist denkbar einfach: Die Software wird von NetApp in Form eines OVA-Paketes für VMware-Umgebungen zur Verfügung gestellt und muss somit nur über den vSphere-Client importiert werden. Im Laufe des ersten Bootvorganges werden die üblichen Netzwerk-Parameter (IP-Adresse, Netzmaske und Gateway) sowie der administrative Login abgefragt. Die restliche Konfiguration kann komfortabel über die Web-Oberfläche durchgeführt werden. Die Konsole wird nur noch für Updates benötigt, diese werden in Form von ISO-Images zur Verfügung gestellt und können somit auch ohne tiefergehende Kenntnisse des Systemes eingespielt werden.

Die restliche Konfiguration erfolgt über die Web-Oberfläche in drei Schritten:

  1. Zustimmung zur Nutzung des AutoSupport-Services
  2. Konfiguration der Zeitsynchronisierung über NTP sowie des Mailversandes über SMTP
  3. Hinzufügen der NetApp-Cluster über IP-Adressen/Hostnamen

Die im System hinterlegten clustered ONTAP Systeme werden in einem 15-minütigen Intervall regelmäßig abgefragt, damit nach kurzer Wartezeit bereits die ersten Informationen im Dashboard sichtbar sein sollten. Das Dashboard ist in vier Bereichte aufgeteilt, so dass der Storage-Administrator sich auf einen Blick eine Übersicht über den aktuellen Status der Storage-Infrastruktur verschaffen kann.

OnCommand Unified Manager Dashboard

OnCommand Unified Manager Dashboard

Der erste Bereich fasst unter dem Schlagwort Availability die grundsätzliche Erreichbarkeit der Storage-Ressourcen zusammen, d.h. es werden unter anderem Storage-Ressourcen (Volumes, LUNs, komplette Storage Virtual Machines) mit dem Status offline oder fehlende logische Interfaces gemeldet. Im zweiten Bereich werden unter dem Stichwort Capacity stark anwachsende Datenbereiche oder Volumes mit einer zu hohen prozentualen Auslastung dargestellt. Die dritte Spalte Performance ist mit der Version 6.1 hinzugekommen und ermöglicht in der zentralen Ansicht des OnCommand Unified Manager auch die Analyse von Performance-Engpässen. Hierbei wird der OnCommand Performance Manager genutzt, der im nächsten Artikel der OnCommand-Serie seperat vorgestellt wird. Die letzte Spalte fasst unter der Überschrift Protection die Überwachung von SnapMirror- und SnapVault-Replikationen zusammen, d.h. auch das Backup auf ein Remote-System an einem seperaten Standort kann ohne großen Aufwand überwacht werden. Sollten Sie nur einen IT-Standort betreiben, so bietet sich z.B. auch unsere Backup-Lösung FlexVault für die Offsite-Sicherung an.

Darstellung der Replikations-Topologie

Darstellung der Replikations-Topologie

Der OnCommand Unified Manager ist bei den Replikations-Beziehungen auch nicht auf fest vorgegebene Topologien beschränkt, sondern wertet die Konfiguration der überwachten Cluster-Systeme selbstständig aus und stellt die Replikations-Beziehungen grafisch dar. Neben der reinen Anzahl der Snapshots auf dem jeweiligen Volume kann über den Link auch eine Auflistung der vorhandenen Snapshots dargestellt werden um z.B. die Vorhaltung und/oder Rotation der einzelnen Snapshots zu kontrollieren.

Alarmierung einrichten

eMail-Alarmierung einrichten

Zum Abschluss soll noch kurz die Erstellung eines eMail-Alarmes angesprochen werden: Über die Events-Ansicht werden die gewünschten Events herausgefiltert für die in Zukunft eine Alarmierung stattfinden soll und über den Button „Add Alert“ können die Einzelheiten festgelegt werden:

  • Bezeichnung und kurze Beschreibung des Alarmes
  • Filterung auf bestimmte Teilbereiche der überwachten Infrastruktur (z.B. Alarmierung 24×7 für Produktion und nur 8×5 für Test/Development)
  • eMail-Adressen der Empfänger
  • Optional Erstellung eines SNMP-Traps
  • Frequenz der Alarmierung (einmalig oder in regelmäßigen Intervallen)
Verwaltung der Alarmierungen

Verwaltung der Alarmierungen

Um eine Alarmierung einzurichten muss das entsprechende Ereignis natürlich nicht erst eingetreten sein, sondern über die Menüpunkte Administration -> Manage Alarms können jederzeit neue Alarme eingerichtet oder vorhandene Alarmierungen angepasst werden. Alarme können hierbei auch temporär (de-)aktiviert werden, was in der ersten Spalte der Alarm-Liste auch optisch dargestellt wird.

Ich hoffe der Artikel hat einen guten Überblick über den OnCommand Unified Manager gegeben und entsprechendes Interesse geweckt, so dass dieses Tool in Zukunft bei jedem Kunden mit einem clustered Data ONTAP System im Einsatz ist. Viele unserer clustered Data ONTAP Kunden haben schon positive Erfahrungen mit dem OnCommand Unified Manager gesammelt und die Lizenzkosten sind diesmal, wie oben schon erwähnt, keine Ausrede 😉

Gerne hilft auch unser Consulting-Team bei der Installation und Erst-Einrichtung, damit direkt nach der Implementation die wichtigsten Alarme konfiguriert sind und der OnCommand Unified Manager Sie auf drohende Probleme rechtzeitig aufmerksam macht.

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Bernd Löhlein

Bernd Löhlein ist seit Ende 2010 für die Firma teamix GmbH aktiv. Sein Fokus liegt hauptsächlich auf NetApp Hard- und Software, die angrenzenden Themen Virtualisierung und Netzwerk sind für Ihn dabei auch kein Neuland. Neben den üblichen Consulting-Einsätzen ist er auch noch als Trainer im NetApp Umfeld aktiv.

 
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