Data ONTAP 8.2.1: New Features

Gestern hat NetApp den Release Candidate von Data ONTAP 8.2.1 freigegeben, dieses freudige Ereignis möchte ich zum Anlass nehmen hier kurz die Neuerungen vorzustellen.

Aktuell “pusht” NetApp clustered ONTAP ziemlich stark, manche Kunden haben sogar Angst, dass sie den bekannten 7-Mode bald verlieren werden. Die Gerüchteküche kocht, die Unsicherheit steigt:  Angeblich ist 7-Mode tot, wird nicht mehr supported, keine neuen Features usw.

Was fest steht ist:  clustered ONTAP ist die Zukunft, daran führt kein Weg vorbei – aber der 7-Mode bleibt uns noch relativ lange erhalten.

Wer im Moment noch Funktionen aus dem 7-Mode braucht (z.B. Metrocluster), für den ist clustered ONTAP aktuell NOCH keine Option. Deshalb: Der 7-Mode wird weiterhin bestehen, zumindest solange es ONTAP 8.2 gibt und das von NetApp noch unterstützt wird. Dennoch:  Es rentiert sich auf jeden Fall, sich heute schon mit den Features und der Funktionsweise von cDOT zu beschäftigen.

Unser Thema heute war aber die neuen Features von ONTAP 8.2.1, egal ob 7-Mode oder cDOT.

Generelle Neuerungen, die für beide Modi gelten:

Neuer/Geänderter Hardware-Support:

  • Support für Shelf hot-removal (endlich echte Non-disruptive Operations!!)
  • Support für Glowworm Kabel bei den 32xx und 62xx Systemen (bei Shelfs mit IOM6 Modulen), erlaubt stretched Metro OHNE die Atto-Bridges
  • Festplatten:  800GB SSDs und 1.2TB SAS Platten
  • SAS: Mischen von 24er und 48er Shelves im gleichen Stack ist jetzt erlaubt
  • Mehr Volumes (bis zu 1000) auf manchen Plattformen erlaubt

Flash Support:

  • Höhere FlashPool Limits für die 22xx Syteme usw.
  • Support für SSD-Only Aggregate (im MetroCluster)
  • Flash Pool Sizing Tool (Automatic Workload Analyzer) dabei, ähnlich dem Tool für PAM-Karten (Predictive Cache Statistics)

Sonstiges:

  • Möglichkeit zu Konvertierung von 32bit auf 64bit Aggregate ohne Disks adden zu müssen
  • CIFS Perfomance leicht besser bei großen Transfers wg. erhöhter TCP Window Size
  • VMware vStorage geht jetzt über IPv6
  • kleinere Verbesserungen bei dem V-Series Produkt (mehr Backend-Konstillationen erlaubt)

 7-Mode only:

  • Metrocluster bzw Fabric MetroCluster:
  • ISL Encryption (mit den neuen Brocade 6510 Switches)
  • Unidirektionales PortMirroring

 cDOT only:

  • Inifinite Volumes sind deutlich flexibler (sprich: verwendbarer) geworden
  • Offbox-Antivirus (endlich wieder da!!)
  • MSSQL über SMB3.0 supported
  • MS AD Accounts ohne CIFS Lizenz verwendbar
  • Verwaltungs-Features:  SSH Verbesserungen, SSL-Zertifikate, Logfile-Zugriff und Performance-Monitoring (CPU Busy)

Wir freuen uns über die neuen Funktionen und Möglichkeiten, die uns DOT 8.2.1 bieten und freuen uns natürlich auch über spannende Fragen und Diskussionen mit unseren Kunden!

Warnungen:

  • Bitte rennt nicht los und spielt einfach ungeprüft Software-Updates in eure Systeme ein.  Redet mit uns, verwendet den Upgrade Advisor usw.
  • Wer aktuell noch nicht 8.2 ist, der sollte wirklich zuerst mit uns reden, obwohl 8.2 z.B. auf kleineren 32xx (z.B. 3210) läuft empfehlen wir es nur bedingt, es kann zu unerwarteten Veränderungen in der Performance kommen, PAM2 Karten sind nicht mehr supported oder euer Hamster könnte sterben. Auch manche große Systeme sind während der RC-Phase noch eingeschränkt unterstützt.

Wer jetzt trotz aller Warnungen heiß ist und die Software dennoch gleich installieren möchte, die gibt es hier: http://support.netapp.com/NOW/download/software/ontap/8.2.1RC1/

Oliver Kuegow

Oliver Kügow ist Gründer und Geschäftsführer der teamix GmbH. Trotz aller wichtigen Titel ist er weiterhin gerne in die Technik involviert. Wenn er nicht gerade den kreativen Umgang mit NetApp Technologie erprobt dann schreibt er Bücher zum Thema VMware.

 
Kommentare

übrigens, die “finale” Version 8.2.1 (ohne RC!) wird erfahrungsgemäß ca 3 Monate nach RC veröffentlicht.
RC-Versionen sind laut aktueller Support-Erklärung von NetApp VOLL UNTERSTÜTZTE Versionen!

Hallo,
eine kleine aber wichtige Anmerkung: cDOT supported jetzt auch Export-Policies auf QTree-Ebene

Gruß aus Stuttgart

ja, danke, ist im Eifer des Gefechtes untergegangen, danke für die Ergänzung!

Wenn man sich das Changelog durchliest, dann findet man noch einiges mehr, z.B. gestrichene options (echte Klassiker wie disk.timeout) oder liebgewonnene 7-Mode commands wie aggr show_space….

Bei “es kann zu unerwarteten Veränderungen in der Performance kommen” krieg ich echt Angst um meinen Hamster, wenn ich da so an die teilweise dramatischen Veränderungen der Performance zwischen 7.x und 8.x denke. Wo zieht ihr denn die Grenze bei den 32xx?

Moin Daniel,

grundsätzlich gilt: Mit Pauschal-Aussagen zur Performance sind wir immer vorsichtig – daher auch meine vorsichtige Aussage.

Die grundsätzliche Performance ist bei 8.2 besser geworden, die Threads verteilen sich auf mehr CPU-Kerne, von daher sollte es schneller werden.
Allerdings ist es auch so, dass der Kernel mehr RAM braucht, dadurch steht weniger Speicher für WAFL-Buffers (zu deutsch: Cache) zur Verfügung.
Das ist auch einer der Gründe, warum in 4GB RAM-Systemen kein PAM2 mehr erlaubt ist – die Block-Tabellen des PAM-Indexes verbrauchen den restlichen RAM.

Um konkret auf Deine Frage zu antworten, hier meine persönliche Meinung: Es kommt darauf an 🙂
Wenn Deine Workload extrem stark vom Cache abhängig ist würde ich auf 8.2 nicht auf 3140 oder 3210 betreiben. Alles mit mehr RAM macht mir keine Sorgen.

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